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Kein Supermarkt auf der grünen Wiese

Die Stadt hat nicht einmal den Ausgang eines Eilverfahrens gegen den Bebauungsplan abgewartet.
Kampf gegen Supermarkt vor Gericht – Anwohner wehren sich – erschienen am 19.11.2008 auf rhein-sieg-anzeiger.de
Mit Händen und Füßen haben sich Uwe Andrees, Marcus Respondek und viele andere Anwohner gegen den Bau eines Rewe-Markts in Bergheim gewehrt, 350 Unterschriften gesammelt und seitenweise Stellungnahmen für den Stadtrat geschrieben - doch all das fruchtete nichts, und Andrees entschied sich, vor den Kadi zu ziehen. (…)
Der Bau des Markts hat unterdessen bereits begonnen: Arbeiter schaffen derzeit das Fundament für das Gebäude.
Aus der Kölnischen Rundschau vom 16.08.:
Votum für Rewe-Supermarkt am Kalkofen
Im Mai hatten sich bei einer Bürgerinformation viele Anwohner kritisch zu dem Projekt geäußert, das ihnen die freie Sicht nehme und sie darüber hinaus mit Lärm und mit Verkehr belaste. „Die Maßnahmen sind geeignet, die Bedenken zu beseitigen“, sagte nun Harald Schliekert für die SPD, wie auch Heinz Nick für die CDU das Ergebnis begrüßte. Brigitte Metzger von den Grünen hieß gut, „dass das, was machbar ist, gemacht wurde“. Nun hoffe sie, dass die Bergheimer dort auch einkauften. (dk)
-Was mich enttäuscht, ist diese EINSTIMMIGE Abstimmung- CDU und Grüne konnte man ja so erwarten, aber nach den Gesprächen mit der SPD hätte ich zumindest hier die Wahrung der Interessen der Bürger erwartet.. Schön auch diese Aussagen der Menschen, die persönlich nie bei uns vor Ort waren und aufgrund von Papieren entscheiden- Politik, nah am Bürger!
Nun, jetzt kommt der Offenlegungstermin, und dann werden wir sehen, was das Lärmschutzgutachten und die Aussagen zum Naturschutz hergeben und einer gerichtlichen Auseinandersetzung stand halten.
Von der Seite des Kölner Stadtanzeigers:
Proteste von Erfolg gekrönt
Es ist schon verwunderlich, wenn man hier nun liest, dass auch diese Umsetzung des Marktes bereits beschlossen ist, obwohl das Verfahren selbst ja noch nicht einmal genehmigt ist, denn der Rat stimmt ja nach Aussage der Stadt erst am 04.12.2007 darüber ab. Die Stadt hat nun einen sechs Meter breiten Streifen gekauft, ohne -mal wieder- mit den Beteiligten zu sprechen- dieses kann und muss man wohl nicht mehr verstehen. Die Proteste richten sich nicht um die Position des Marktes auf dem Grundstück, NEIN, wir sind gegen diesen Standort! Warum ignoriert die Stadt diesen Bürgerwillen? Eine zwei Meter hohe Schutzwand wird auch noch gebaut- zum Schutz des REWE Pächters gegen den Anblick der Häuser? Einen effektven Lärmschutz bietet solch eine Wand wohl kaum, wer sich einmal persönlich in die Mutter-Theresa-Str. begeben hätte, und auch dort mit den Anwohnern einmal gesprochen hätte, könnte dies leicht nachvollziehen. Ein strammer, kurzer Spaziergang, wie vor ein paar Wochen u.a. mit Hr. Lehmann erfolgt, ohne Bürgerbeteiligung, bringt da leider überhaupt nichts. Sechs Meter mehr Fläche hilft hier keinem, und diese lösen auch nicht die Bedenken hinsichtlich der Umwelt oder auch des Naturschutzes, die derzeit offensichtlich keine Rolle spielen- trotz den dort lebenden Fledermäusen, Eulen und Feldhamstern. Aber darüber werden dann- letztlich- die Gerichte entscheiden, wenn die Stadt nicht auf die zahlreichen Angebote unsererseits zu einem vernünftigen Dialog bereit ist. Troisdorf- eine Familienangelegenheit!?
„‚Bitte nicht auf die grüne Wiese‘ – Bergheimer fordern Versetzung des geplanten Supermarktes“ – so titelt heute das Rhein Sieg Echo Extra-Blatt Troisdorf und Umgebung.
Auch fürchten die Bergheimer um die Sicherheit ihrer Kinder, denn rund 1000 Autos sollen täglich den Großmarkt ansteuern. […] Der technische Beigeordnete Hans Christian Lehmann verwies auf die „Sicherung der Nahversorgung“ und die „Pflicht einer Stadt, sich weiterzuentwickeln.“Wir haben nichts gegen eine Einkaufsmöglichkeit, so der Bergheimer Michael Groß. Doch den Standort so nah an der vorhandenen Wohnbebauung am Standort Krausacker, halte er für unangemessen.
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